UNKONTROLLIERT

Monat: Mai, 2012

Wie ich unter Wolken ging, es dann zu regnen anfing und Sommergewitter und danach die Luft gewaschen war und doch nach Morast roch und ich zu dir nach Hause kam und wir gevögelt haben, aber die Ploppgeräusche, und wie wir es sein ließen, und Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat zum Abendbrot, während draußen die Sonne unterging, und du dein Laptop auf’s Bett holtest, mich nicht mehr ansahst, der Laptoplüfter den Geruch verschmorter Plaste zwischen uns blies, ich den Fernseher anmachte, von Minute zu Minute unglücklicher wurde, dann aufstand, mich anzog, die Jacke nahm und auf die Straße hinauslief, dort eine rauchte, die Luft noch immer morastig roch, und ich abhaun wollte, aber doch blieb, nur um den Block ging, dann wieder zu dir, mich neben dich legte, und einschlief, dann aufwachte, weil das Licht noch brannte, Stunden verharrte, nie so einsam, dann die Sonne aufging, und du einen Termin hattest.

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Sind mir nicht mehr egal
Die Kirschen sind mir nicht mehr egal
Nicht die verfaulten
die der Krüppel
über den Wirtschaftsweg hält
Nicht die roten
in der Krone
Nicht die nur noch
violetten Flecken
im Graupel
ihrer zertretenen Kerne
Die Kirschen sind mir nicht mehr egal
seit du weintest
sie seien es